plenergy

Das Projekt

 

Die Energiezukunft beginnt heute. Die Klimaschutzagentur Region Hannover entwickelt „plenergy – Vom Planspiel zur Energiewende“, um für die Energiewende neue Wege zu gehen.
Das Projekt nimmt Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe neun mit, die Energiewende und den Klimaschutz regional und lokal zu gestalten. Aufgeschlossene Politikerinnen und Politiker ihrer Stadt oder Gemeinde hören ihnen beim Energiewende-Parlament zu, sie gewinnen dabei neue Perspektiven. Lokale Initiativen und weitere engagierte Menschen unterstützen die Jugendlichen, sich aktiv für ihre Ideen einzusetzen.

 


 

Projektregionen

plenergy startet in der Region Hannover – dort, wo die Klimaschutzagentur Region Hannover zu Hause ist. Nach den ersten Durchgängen können auch andere Regionen im Bundesgebiet von dem Projekt profitieren.

plenergy ist auf insgesamt 34 Planspiele in drei Regionen bundesweit ausgelegt, davon 15 in Norddeutschland. Interessierte der Kommunalpolitik und -verwaltung sind eingeladen, sich für plenergy zu bewerben. Dafür steht ein Bewerbungsformular zur Verfügung.

Informationen gibt es zudem bei der Projektteam plenergy.

 


 

Ablauf des Planspiels

Am Planspiel nehmen drei Schulklassen ab dem neunten Jahrgang aus möglichst unterschiedlichen Schulformen teil. Sie bereiten sich darauf im Unterricht vor und bereiten das Planspiel dort auch nach. Als Schulprojekt läuft plenergy über drei Tage mit Unterstützung der Kommune. Danach geht es in der Stadt oder Gemeinde und in der Schule weiter für gute Ideen, motivierte Menschen und neue Netzwerke.

Die vier Schritte von plenergy:

1. Warm up zum Thema Energiewende (Tag 1)

Spielerisch und aktiv nähern sich die Schülerinnen und Schüler dem Thema. Sie wiederholen und erarbeiten Grundlagenwissen zum Klimaschutz.

2. Arbeit in Fachausschüssen (Tag 1 und 2)

Zu fünf Handlungsfeldern der Energiewende erarbeiten sich die Jugendlichen Wissen mit Hilfe von Expertinnen und Experten. Sie entwickeln Ideen, um die Energiewende im privaten, schulischen und kommunalen Bereich voranzubringen. Ausgewählte Vorschläge werden als Ratsvorlage ausgearbeitet und begründet.

3. Energiewende-Parlament (Tag 2)

Die Schülerinnen und Schüler spielen möglichst im echten Ratssaal eine Ratssitzung nach, die sich im Ablauf an einem realen Kommunalparlament orientiert. Dabei diskutieren sie die Ratsvorlagen aus den Fachausschüssen und stimmen darüber ab. Die Leitung übernimmt die Bürgermeisterin oder der Bürgermeister. Lokale Politikerinnen und Politiker sowie die Presse sind eingeladen, die Rolle interessierter Bürgerinnen und Bürger einzunehmen und Fragen zu stellen. Beim Come together in der Pause kommen die jungen Leute mit den Politikerinnen und Politikern ins Gespräch.

4. Vom Planspiel zur Umsetzung (Tag 3)

Wie aus Ideen erfolgreiche Projekte werden können, erzählen engagierte Jugendliche aus eigener Erfahrung. Danach ist Zeit, vom Energiewende-Parlament bewilligte Ideen weiterzuentwickeln und erste Umsetzungsschritte zu planen. Im Speed-Dating beantworten lokale Aktive, Initiativen und Verwaltung Fragen der Schülerinnen und Schüler, geben Planungshilfe und verabreden gegebenenfalls Patenschaften.

Dokumentationsgruppe

Während circa 60 Schülerinnen und Schüler den Beratungs- und Entscheidungsprozess der lokalen Politik nachspielen, dokumentiert eine Gruppe Jugendlicher mit modernen Medien das Geschehen. Sie filmen, fotografieren, interviewen die Beteiligten und fassen Arbeitsschritte und Ergebnisse in Bild, Ton und Text zusammen. Frische Eindrücke von den drei Projekttagen veröffentlicht die Dokumentationsgruppe während der Umsetzung in einem eigenen Blog , abrufbar auf www.plenergy.de.

Und danach?

Einige Zeit nach plenergy hakt die Projektkoordination mehrfach bei den Schulklassen, der Kommunalpolitik und -verwaltung sowie den lokalen Aktiven nach: Was ist seit dem Planspiel mit den Ideen passiert? Welche Herausforderungen gibt es? Und es erfolgt eine begleitende Unterstützung zur erfolgreichen Umsetzung der Projektideen.

 


 

Förderung

Die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesumweltministeriums fördert plenergy seit dem 1. Januar 2019 für drei Jahre als „innovatives Klimaschutzprojekt mit bundesweiter Ausstrahlung“.

 

Struktur

Die Klimaschutzagentur Region Hannover ist die Initiatorin und Projektträgerin von plenergy. Das Team um Projektleiterin Andrea Werneke  bildet von Hannover aus die Bundeskoordination. Zudem arbeitet die Klimaschutzagentur mit weiteren Projektbeteiligten zusammen, wie einem Moderationsteam, einer Evaluatorin, Medienpädagogen, einem Stammbeirat und temporären Beiräten in den einzelnen Kommunen.

 

Eine zentrale Rolle bei plenergy nehmen Kommunen ein, also Städte und Gemeinden. Wenn lokale Politikerinnen und Politiker das Projekt unterstützen und aktiv mitarbeiten, gewinnen sie einen guten Draht zu jungen Menschen und erhalten frische Impulse für ihre Arbeit. Gibt es vor Ort eine Klimaschutzmanagerin oder einen Klimaschutzmanager? Diese Person kann eine gute Schnittstelle zwischen Kommunalverwaltung, Schule und der umsetzenden Agentur sein.

Das Ziel von plenergy ist, eine langfristige Wirkung vor Ort mit erkennbaren Erfolgen für die Energiewende zu entfalten. Hierfür sind lokale Initiativen gefragt und gefordert, mit den Jugendlichen dran zu bleiben. Für sie ist plenergy eine gute Gelegenheit, den Nachwuchs für ihre Aktivitäten zu interessieren und zu motivieren.